Gedanken


Mich fasziniert der Gedanke an Strafe. Die Vorstellung, für etwas bestraft zu werden, lässt mich nicht mehr los. Meine Gedanken kreisen immer wieder um dieses Thema.

Dabei glaube ich noch nicht einmal an den erzieherischen Effekt von Strafe
*
Smile*

Wenn ich mir Spanking Filme ansehe, wo eine erwachsene Frau in Schuluniform, über einen Stuhl gebeugt mit dem Rohrstock bestraft wird, werde ich feucht und möchte das auch erleben.

Wenn ich mir jedoch vorstelle, das ich ein Schulmädchen sein soll... ich, diejenige die ihre Kinder groß gezogen hat, diejenige welche die Steuererklärung macht oder auch sonst alles was wichtig ist im Leben alleine regeln kann, dann bekomme ich ein Problem mit Ernsthaftigkeit der Umsetzung dieser Idee.

Eines meiner Probleme ist wohl auch, das ich diese Art von Rollenspielen einfach nicht ernst nehmen kann. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, ein Schulmädchen, ein Hausmädchen oder etwas Ähnliches zu "spielen". Es liegt wohl auch in meiner Angst, mich lächerlich zu machen, verborgen.

Und doch, ist der Wunsch in mir da, bestraft zu werden.

Nur weil ich es möchte, geschlagen zu werden, ist sicherlich eine feine Sache, aber den Kick würde es mir bringen, wenn es sein muss! Wenn es eine Strafaktion wäre! Jedoch bekomme ich da Gefühl und Vernunft einfach nicht unter einen Hut. Es widerstrebt mir zutiefst, um Strafe zu bitten.

Mich würde auch interessieren, wie andere Paare so etwas handhaben. Wie sie das Problem lösen, wenn der Partner zwar schmerzgeil, aber nicht devot ist. Wie beginnt man eine Session, wenn man es zu langweilig findet, sich einfach nur hinzulegen und schlagen zu lassen? Ich bin ein Mensch, der immer alles genau begründet und erklärt haben muss. Es muss Regeln geben, die einer gewissen Logik nicht entbehren, sonst kann ich das nicht ernst nehmen und was ich nicht ernst nehmen kann, finde ich lächerlich und albern. Das ist in meinem Fall ein großes Problem.

Sehr gut finde ich es auch, wenn ein "Kampf" entsteht, den ich natürlich verliere. :-)
Aber auch das ist für den Partner einer 112 kg Frau nicht immer einfach. Zumal ich dann ja auch wirklich kämpfe und nicht zum Schein unterlegen bin. Wenn ich dann soweit bin, das ich mich nicht mehr wehren kann, dann ist mein Mann auch meist erledigt, und hat kaum Lust noch irgendwelche großen Aktionen zu starten.
Eine Phantasie von mir ist es auch, von meinem Mann vergewaltigt zu werden. Nicht das was viele Mädchen und Frauen erleben müssen, von einem Fremden überwältigt zu werden, da würde ich vermutlich auch das Kotzen kriegen. Nein, von dem eigenen Mann überwältigt und genommen werden. Seine Kraft und seine Gier zu spüren, das stell ich mir toll vor.

Ich empfinde weich gespülten Sex sowieso eher als langweilig. Der eigentliche Akt hat etwas Animalisches und das finde ich klasse. Kuscheln kann man auf dem Sofa oder wo anders, aber wenn es zur Sache geht, dann bitte richtig. Stundenlanges Vorspiel ist für mich eher langweilig. Das war aber immer schon so, auch bevor ich von meinen masochistischen Neigungen erfahren habe.
Ich verstehe nicht, warum in jeder Zeitung den Männern der Rat gegeben wird, auf die Frau einzugehen, sie Stundenlang zu streicheln und zu lecken, damit sie dann irgendwann auch bereit ist, sein bestes Stück aufzunehmen.

Sind wirklich alle Frauen so kompliziert?

Bin ich so ein seltenes Wesen?

Ich glaube das eher nicht. Aber wenn man Männer fragt, dann sagen sie alle, das sie sich selbstverständlich viel Zeit für die Frau nehmen, weil sie (die Männer) ja wüssten was eine Frau will. Wissen das die Männer wirklich? Oder richten sie sich nur stereotyp nach dem, was ihnen in den Medien so gepredigt wird?

Ist es ein Teil unserer Erziehung, das Frauen weich und anschmiegsam sein sollen? Fällt es evt. deswegen manchen Frauen einfach nur schwer, zuzugeben, das sie geil sind und Sex wollen? Wird deswegen eine Frau die offen zu ihrer Sexualität steht verachtet?

Glaubt bloß nicht, dass die heutige Zeit so viel anders ist als vor 100 Jahren. In dieser Beziehung hat sich recht wenig in den Köpfen der Menschen getan Eine Frau mit mehreren Männern ist eine Hure und ein Mann mit mehreren Frauen ein toller Hecht.

Ich für meinen Teil, kann gut damit leben, nicht so zu sein wie die Menschen es von mir erwarten. Und doch merke ich immer wieder, wie mich eine feste Moralvorstellung in meinem Kopf blockiert. Wie sich irgendwo, in manchen Situationen, ganz leise der Satz: "Das tut man nicht!" einschleicht. Das ärgert mich und ich versuche an mir zu arbeiten, aber es ist verdammt schwer, ohne schlechtes Gewissen und genussvoll pervers zu sein.

In diesem Sinne.
Eure
nacht123