Meine Geschichte!


Nun sitz ich hier vor meinem Computer und will meine Geschichte aufschreiben. Es ist gar nicht so leicht ... Wo fange ich nur an?

Ich war immer schon so was wie ein frühreifes Früchtchen. Nach außen hin hat es fast keiner gemerkt, aber in mit tobte ein Vulkan. Ich las alles über Sex was ich in die Finger bekam, egal ob "Praline" oder "Wochenend", gelegentlich erwischte ich auch Pornohefte meines Vaters.

Mit 10 Jahren wusste ich so ziemlich alles was man, ohne welchen zu haben, über Sex wissen konnte. Aber mir war klar dass ich für die Ausführung noch ein wenig zu jung war. Also versuchte ich in der Bücherhalle jeden auch nur andeutungsweise erotischen Roman in die Finger zu bekommen. Am meisten faszinierte es mich wenn ein starker Mann die Frau davon überzeugt das er besser weiß als sie, was für sie gut war. Wenn er nicht lange gefragt, sondern sie sich einfach gegriffen hat, war ich hin und weg.

Die Geschichte der O faszinierte mich dagegen nicht ganz so sehr. Ich dachte damals immer wenn man einen Menschen liebt, kann man ihn doch nicht verleihen und die Vorstellung Sklavin zu sein, erschreckte mich zutiefst.
In der Schule setzten sich meine Neigungen unbeirrt fort. Mädchen fangen die Jungs, wurde ohne mich gespielt, aber wenn es anders herum war, war ich dabei. Wenn ein Junge mich versuchte zu fangen, und dann noch böse wurde weil ich die Spielregeln nicht einhalte, hatte ich ihn soweit das er mir zeigte dass er stärker war und ich mich an seine Regeln halten soll.

Dann war ich glücklich. Es gab auch ein paar Jungs, die dann die beleidigte Leberwurst spielten oder einfach meine Regeln durchgehen ließen. Die hatten verständlicherweise verschissen. Ich legte mich bewusst mit stärkeren an und provozierte sie mit meiner großen Klappe solange bis sie sich das nicht länger gefallen lassen konnten und mir eine Lektion verpassten. Irgendwo hab ich gelesen, "kämpfen um besiegt zu werden". Das traf genau auf mich zu. Ich kannte das Wort Masochistin damals natürlich noch nicht, aber heute weiß ich dass das die Anfänge waren. Es sollte jedoch noch viele Jahre ins Land gehen, bis ich mir selber bewusst wurde, dass ich Masochistin bin.

Zu hause bei uns, macht sich keiner Gedanken ob durch Prügelstrafe irgendwas mit den Kindern passiert. Mein Vater war Alkoholiker, aber einer von den vornehmen ... Keiner wusste davon, nur die Familie und die hat es auch noch runter gespielt. Wenn mein Vater etwas getrunken hatte, ist meine Mutter wie eine Furie auf ihn los und beschimpfte ihn als unfähig. Was soll so ein armer Mensch machen, wenn er nur seine Ruhe will und ins Bett. Ich will meinen Vater nicht in Schutz nehmen, aber er wäre von sich aus nie gewalttätig geworden. Jedoch wurde er ohne Unterbrechung von meiner Mutter traktiert, bis er sich keinen Rat mehr wusste und ihr eine Ohrfeige gegeben oder ihr irgendetwas nachgeworfen hatte.

Wenn sie sich über uns geärgert hatte, sagte sie immer wartet bis Papa zu hause ist, denn wenn sie uns schlagen wollte tat sie sich weh uns wenn sie einen Kochlöffel zu Hilfe nahm, zerbrach dieser auf uns. Meine Schwester und ich hatten immer fürchterliche Angst, und dieses Warten bis der Papa kommt war schlimm. Man wusste ja nicht was los sein wird. Wir haben uns die schrecklichsten Dinge ausgemalt und schon vorher geheult. Wenn mein Vater nüchtern nach hause kam, passierte so gut wie gar nichts, aber wehe er war besoffen ...

Dann motzte unsere Mutter ihn so an bis er eine Chance sah es bei ihr wieder gut zu machen, in dem er uns vertrimmte. Dabei ging er nicht zimperlich zur Sache. Egal was ihm in die Finger kam(Rohrstock, Gürtel Teppichklopfer oder Kochlöffel) es wurde zum Schlagen benutzt.

Bei dem Gürtel weiß ich noch, dass er nicht mit dem Ende sondern mit der Schnalle zugeschlagen hat. Wir waren manchmal grün und blau geschlagen. Heute würde der Mann wegen Misshandlung seiner Kinder angezeigt werden. Meist kam meine Schwester zuerst dran. Sie schrie schon vorher so dass allein das Schreien meinen Vater schon auf die Palme brachte. Er schlug sie und brüllte die ganze Zeit, sie solle ruhig sein, weil ihn das Gekreische in dem es bei ihr jedes Mal ausartete auf die Nerven ging.

Ich schaute mir das Spektakel an und dachte so bei mir, das es eine paradoxe Situation sei, er prügelt seine Tochter und verlangt noch dass sie still sein soll. Irgendwann hab ich dann gedacht, das versuchst du jetzt und habe während der Strafe die er mir zukommen lies, keinen Mucks gesagt. Erst wunderte er sich und dann machte es ihn aber auch wütend, und er fragte mich ob ich wohl noch nicht genug hatte. Er meinte er wäre wohl zu vorsichtig, und schlug noch härter zu. Doch mein Ehrgeiz war geweckt und ich brachte keinen Ton über meine Lippen. Meine Schwester fragte mich danach wie ich das gemacht habe, und ich sagte nur, er wollte doch nicht dass wir so schreien.

Die Jahre gingen ins Land und ich war ein ruheloser Geist. Ich lernte meinen ersten Mann kennen. Er war ein Macho wie er im Buche steht. Fester Blick und alles musste nach seiner Pfeife tanzen. Ich war rettungslos verliebt. Irgendwann nach einer unseren ersten gemeinsamen Nächten, wollte ich nicht das er geht, und legte mich mit ihm an. Als es ihm zu blöd wurde, hielt er mich fest und fesselte mich mit irgendwas was gerade rum lag. Ich lag auf dem Bauch und hatte die Hände auf dem Rücken. Er fragte ob ich ihn nun in Ruhe gehen lies wenn er mich losbindet. Ich verneinte und fing an zu schimpfen wie ein Rohrspatz. Er verhaute mir daraufhin den Po und fragte mich noch mal. Ich verneinte 5 Mal, bis ich nachgab. Er löste daraufhin die Fesseln und nahm mich in den Arm um mich zu trösten. Als er dann ging, war ich völlig fertig, aber glücklich.

Immer dämmerte mir noch nicht was mit mir los war.

Wir heirateten, und bekamen eine Tochter. Ich versuchte immer wieder mit ihm zu streiten, um ihn zu provozieren, mit mir zu kämpfen, und erreichte nur, dass er mich verließ und meine damals beste Freundin heiratete. Ich war ihm wohl zu schwierig. Da ich auch nichts Genaues wusste konnte ich ihm ja auch nicht sagen was mit mir los war. Soweit war ich lange noch nicht.

Ich hatte vor meiner Ehe, die 4 Jahre dauernd, wechselnde Bettgefährten. Ich war auf der Suche, wusste aber nicht was. Wenn ein Mann Autorität oder Selbstbewusstsein ausstrahlte, war ich gefangen. Ich brauchte nur Hilflosigkeit ausstrahlen und die Männer haben sich um mich bemüht. Es ist keine Kunst, einen Mann zu Angeln, wenn man nicht gerade wie ein Weiblicher Quasimodo aussieht und etwas Sex-Appeal hat. Aber die meisten waren enttäuschend, weil sie nur eine große Klappe hatten, mehr nicht. Mein damaliger Mann hatte sich ja auch als unfähig bewiesen, mit mir umzugehen.

Heute weiß ich, wenn ich damals einem wirklichen dominanten Mann begegnet wäre, der hätte sofort erkannt was mit mir los ist, und sich meiner angenommen. Da mir dieser Herr jedoch nicht über den weg lief, verlief mein Leben eigentlich normal.

Ich trug meine zweite Tochter aus, die mein Mann mir noch während unserer Ehe machte. Die Schwangerschaft und das Kleinkind hielten mich von weiteren Experimenten ab. Ich lernte während dieser Zeit den Bruder meiner Freundin kennen. Er half ihr bei kleineren Reparaturen im Haus und sie wusch seine Wäsche dafür.

Ich bat ihn dann auch um Hilfe, weil ich einige Lampen angebracht haben musste. So lernten wir uns kennen. Dann hatte ich die Nase voll, jeden Abend alleine herumzusitzen und plante eine Party mit meinen Freunden. Ein guter bekannter versprach mir einen Gast mitzubringen, damit ich nicht "unbemannt" da sitzen müsste. Dieser Mann und der Bruder meiner Freundin saßen nebeneinander auf einem Sofa und ich versuchte mit beiden eine Unterhaltung zu beginnen. Der einzige der aber das Gespräch mit mir in Gange hielt, war Frank. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt und vergaßen fast, dass wir nicht alleine waren. Es kam wie es kommen musste. Wir wurden ein Paar. Er half mir wo er nur konnte. Egal ob es um das Einkaufen oder die Kindererziehung ging. Als sich dann die Geburt ankündigte, war er selbstverständlich für mich da.

Wir heirateten 1985. Einige Monate später kam unsere gemeinsame Tochter zur Welt. Nun hatte ich 3 Mädchen und einen lieben Ehemann. Auch im Bett verstanden wir uns prima. Alles lief normal ...

Ich hatte nach meiner 3. Geburt kaum Lust mit ihm zu Schlafen, tat es aber doch manchmal um ihn nicht zu enttäuschen. Gerne tat ich es wenn er mich mit sanfter Gewalt überredete. Dann kamen fünf Jahre in denen nichts besonderes passierte. Jedenfalls nicht in Beziehung mit Sex.

Aber im Januar 91 wurde ich 30 Jahre alt und ich hatte das Gefühl mein Leben wurde umgekrempelt. Ich war mit einmal wieder mit Lust beim Sex dabei und forderte ihn sogar ein bei Frank. Dann kam mir ständig meine Regel in die Quere. Immer wenn ich sie hatte war ich besonders geil, mochte aber nicht diesen Schweinkram im Bett haben. Gut, man kann auch unter die Dusche um einen Quicky zu machen, aber das wollte ich alles nicht. Also ließ ich mir, in Absprache mit meiner Frauenärztin, die Gebärmutter entfernen. Nun war Ruhe, und ich musste mich nicht an irgendwelche Zeiten für meine Geilheit richten. Wir konnten fortan überall und wann wir wollten, unseren Spaß haben.

Wir probierten vieles aus, aber nur wenn Frank die Ideen hatte, denn ich hatte Probleme damit über meine Wünsche(soweit ich sie selbst kannte) offen zu reden. Ich hatte zwar immer noch eine große Klappe, aber damit war auch alles zu Ende. Ich war und bin in gewisser Weise eher schüchtern. Als ich in einem Buch über Analverkehr gelesen habe, wurde ich neugierig und habe das Buch einfach offen hingelegt. Wenn Frank dann gelesen hat, und die Idee gut fand, machte er den Vorschlag es zu probieren. Und es ist unendlich viel leichter nur ja sagen zu müssen, als es etwas zu verlangen.

Den meisten Spaß im Bett hatte ich wenn Frank wütend war und wild über mich hergefallen ist. Aber noch immer war ich nicht schlauer, warum ich so oft das Gefühl hatte das ich unbefriedigt war. Gelegentlich sahen wir und Pornofilme an. Es gab einen Darsteller der es mir angetan hatte. Rocco Sifredi war einfach Klasse. Er vögelte wie ein Weltmeister und verhaute den Frauen fast immer den Po dabei. Ich war jedes Mal nass wenn der Film zu Ende war. Irgendwann hat Frank es dann auch mal getan, nur das er sehr vorsichtig war.

Aber es hat mir gefallen und ich habe es ihm auch gesagt. Nächstes Mal hab ich gedacht er tut es wieder, aber er dachte nicht daran. Und ich mochte auch nicht fragen. So war diese Nacht etwas enttäuschend für mich. Vor allem weil ich dachte, ich sei nicht normal. So was verlangt eine anständige Frau nicht. Heute sag ich scheiß Erziehung. Mein Vater hat mir irgendwann als ich erwachsen war mal gebeichtet das er regelmäßig in den Puff geht. Auf meine Frage, warum er das tut, sagte er nur deine Mutter ist eine Dame, von ihr kann ich so was nicht verlangen. Eine Dame … soso … ergo, eine Dame tut so was nicht. Das saß in meinem Kopf fest und ist bis heute nicht ganz rauszubekommen.

Es ist in dieser Zeit sehr viel passiert, aber da es nichts mit meinem Problem zu tun hat, will ich nicht darüber berichten. Unser Sexualleben plätscherte so dahin, mit dem einzigen Unterschied, das ich nun den Sex verlangte und Frank manchmal überfordert war. Ich war einfach nicht zu befriedigen. Nun muss es ja auch nicht jedes Mal das große Erlebnis sein, sonst würde es wohl nichts mehr besonderes sein.

Im Herbst 1997 kam bei mir die Erkenntnis, was mit mir los ist, und das Wissen, ich bin nicht verrückt oder zu doof den Sex zu genießen. Ich entdeckte bei Karstadt auf dem Grabbeltisch ein Buch wo in dicken Buchstaben das Wort Lust zu lesen war. Ich griff danach und las den ganzen Text. „Lust an der Unterwerfung.“
Ich kaufte es und konnte nicht erwarten nach hause zu kommen um es zu lesen. Mir ging ein ganzer Kronleuchter auf. Die Autorin Sina-Aline Geißler beschrieb ihre Kindheit. Ich hatte das Gefühl sie schilderte meine. Ihre Jugend mit dieser Unruhe und dieses suchen und nicht wissen nach was, erinnerte mich an mich selbst. Ich verschlang das Buch und war am Ende von der Begegnung mit ihrem Herrn entzückt. Ich wünschte ihr in Gedanken alles Glück dieser Welt und mir insgeheim auch. Denn nun wusste ich dass ich Masochistin war. Eine Frau, die von anderen Frauen als krank bezeichnet wurde. Ich lies das Buch rum liegen, in der Hoffnung das Frank es lesen würde und mir dann Fragen stellt. Aber wir hatten uns ein altes Bauernhaus gekauft, in dem er gleich nach seiner Arbeit renovieren musste. So hatte er fürs Lesen keinen Nerv und ich nicht den Mut es anzusprechen.

Aber ich wurde ruhiger, denn ich konnte meine Gefühle jetzt einordnen. Es hatte sich in den letzten Jahren an unserem Sexualleben einiges geändert. Frank hatte endlich begriffen, dass ich nicht zimperlich bin und ab und zu die härtere Gangart liebe. Aber dabei blieb es auch.

Im Januar 99 bekam ich von Frank einen Computer geschenkt. Ein großer Wunsch wurde mir damit erfüllt. Ich lerne mit Windows 98 arbeiten und wollte nun auch ins Internet. Dort soll es viele Sexseiten geben hab ich gelesen. Da dieses immer noch Thema Nr.1 bei mir war, wollte ich daran teilhaben. Ende Januar brachte Frank endlich das Modem mit. Er installierte es auch gleich und ich hatte schon eine Software von AOL, die ich auch gleich einschob. 50 Freistunden( an die Telefonrechnung dachte ich nicht) hab ich genutzt um alles auszuprobieren.
Die 50 Stunden hatte ich nach 10 Tagen schon verbraucht, aber das störte mich nicht. Nach dem ich auch den Brief an AOL abgeschickt habe, wurde ich in die Mitgliedsräume zum chatten gelassen. Ich schaute mir auch gleich alle anderen Chaträume an und las die Profile von den Chattern. In einen Raum traf sich alles was andere Vorstellungen vom miteinander hatte. Dort trat ich ein und wurde ignoriert. Es waren dort Dominas und Sklaven ebenso vertreten wie Sklavinnen und die dazugehörigen Herren, fast eine eingeschworene Gemeinde. Es faszinierte mich und ich versuchte immer wieder dass man Notiz von mir nahm.

Nach dem ich immer wieder abends um 21 Uhr online war, wurde mein Gruß schon mal erwidert. Irgendwann wurde ich auch am Gespräch beteiligt. Nun war ich in meinem Element. Dort ging es teilweise so heftig zur Sache, das der Raum von den Lotsen geschlossen wurde und in einen Privatraum umgewandelt wurde.
Ich lernte was BDSM, ein Dom oder eine Sub ist, und vieles mehr. Es war wirklich aufregend.

Ich wurde von einigen Kerlen angebaggert, die nur nervten. Gelegentlich waren aber auch welche die mich von ihrer Art, mit mir zu reden faszinierten. So erfuhr ich viel über Bondage und das wollte ich auch probieren. Ich surfte mit Frank auf den einschlägigen Websites und machte ihm das schmackhaft. Dann sind wir mal wieder in Hamburg auf dem Kiez gewesen, wo ich zielstrebig in eine Boutique Bizarr gegangen bin. Dort haben wir uns dann aus Leder, Fuß und Handfesseln gekauft, außerdem einige Bücher über Bandage und SM. Abends haben wir die Fesseln auch ausprobiert und ich war wie toll. Wieder einen Schritt weiter. Ich las die ganze Nacht in den Büchern und am nächsten Tag war ich morgens um 10 Uhr wieder in dem Laden.

Ich kaufte noch einige Bildbände, und eine Peitsche. Ich bekam bei dem Gedanken an diese Peitsche die ich ja nun den ganzen Tag neben mir im Auto hatte, ein feuchtes Höschen. Ich träumte während der Fahrt still vor mich hin, und hätte fast einen Unfall gebaut.

Abend zu hause legte ich diese rote Plastiktüte auf unser Bett so das mein Mann es sehen musste. Er schaute auch gleich rein, als er ins Bett ging. Er blätterte in den Bildbänden, und übersah die Peitsche die ich gekauft habe. Ich musste ihn erst darauf aufmerksam machen. Er staunte nicht schlecht, als er sie in die Hand nahm.

Ich weiß heute nicht mehr ob er sie diesen Tag oder erst etwas später benutzt hat, auf alle Fälle mochte ich das Gefühl. Leider war er zu vorsichtig. Aber ich spürte es am nächsten Tag noch ein bisschen und das bescherte mir wieder einen ganzen Tag lang ein feuchtes Höschen.

Nun wusste ich wieder etwas mehr. Aber ich wollte mehr. Ich unterhielt mich mit vielen im Internet und konnte dort ganz offen über meine Neigungen sprechen. Es war ja anonym. Da Frank gelegentlich dazu kam, merkt er worüber sich seine Frau unterhielt. Ich gab auch noch an zwei Leute meine Handynummer und telefonierte mit ihnen. Das das nun ausgerechnet keine von der bevorzugten Sorte waren, spielte keine Rolle. Frank und ich hatten Krach. Aber gewaltig.

Er war eifersüchtig und glaubte dass ich mich mit diesen Männern verabreden würde. Er war auch gekränkt, weil er merkte dass ich mit einigen im Chatraum ganz offen sprach. Wir hatten eine Aussprache in der ich es endlich schaffte Frank meine Wünsche und Träume gegenüber einigermaßen offen auszusprechen. Ich gab ihm das Buch zu lesen, was ich schon 2 Jahre hütete wie einen Schatz. Damit er mich versteht. Ich hatte eine Heidenangst, dass er entsetzt sein könnte, und verbrachte schlaflose Nächte. Es ist einfach nicht leicht zu sagen ich will dass du mich schlägst, ich will dass du mir wehtust.

Lange Rede kurzer Sinn, wir haben uns wieder vertragen und unser Sex wird immer besser. Er traut sich jetzt schon richtig zuzuhauen, aber wenn ich bettel’ er soll aufhören, tut er es immer noch, obwohl wir ein Codewort haben, was ich nicht benutzt habe. Aber er hat jetzt auch Freude daran seine Frau zu fesseln und wehrlos zu machen, und sich anschließend an ihr auszutoben. Nur mit dem Unterschied das es für ihn noch ein Spiel ist, für mich schon lange nicht mehr. Aber auch das bekommen wir hin. Es ist leichter für den dominanten Teil einer Beziehung, sich seinen Sklaven zu erziehen, als für den passiven Teil, sich seinen Herrn zu formen. Diese Mühe ist es mir jedoch Wert, weil mein Mann für mich das Wichtigste im Leben ist.

Wir haben eine Abmachung getroffen, das ich mit jedem im Chatraum über alles reden kann, aber keiner bekommt meine Telefonnr. Und kein persönliches Treffen. Manchmal provoziere ich einen dominanten Gesprächspartner so dass er sich verpflichtet fühlt mir seine Überlegenheit zu beweisen, und ich stelle mir vor was er dann mit mir machen würde wenn er mich in die Finger bekäme. Das hat dann gleich wieder durchschlagenden Erfolg in meinem Höschen. Ich sitze dann in meiner sicheren Wohnung und genieße meine Träume.

Was mich nur echt nachdenklich macht, immer wenn ich mit Frank einen Schritt weiter bin, will ich mehr. Früher war es schön wenn ich mir vorgestellt habe nur wehrlos zu sein. Heute bekomme ich Schläge von Frank und bin in meiner Phantasie schon viel weiter.

Ich habe früher gesagt, ich würde nie mit einer Frau was anfangen, aber die Vorstellung es zu dritt zu machen, beflügelt meine Sinne. SM treffen, vor kurzem nicht denkbar, heute stelle ich es mir geil vor und durchsuche die Websites nach Klamotten die man dazu anziehen kann.

Ich verliere, je länger ich mich damit befasse, die scheu davor und meine Figur(vollschlank) zu zeigen. Früher dachte ich dass ich mich mit meinem Körper in solchen Etablissements nicht sehen lassen kann und wollte auch nicht angestarrt werden. Heute würde es mich nicht mehr stören. So ändert sich alles. Zum Glück nicht immer so rasant, denn ich fühle mich bald selbst überrollt.
Fakt ist, ich habe Spaß an Schmerzen und ich möchte einmal an meine Grenzen gebracht werden. Mit allen Konsequenzen. Da ich jedoch bisher alles bekommen habe, was ich wollte, mach ich mir nun nicht mehr soviel Sorgen, denn auch das werd ich bekommen. *smile*

ENDE ... nein, nicht in Sicht ...

Masochismus: Ein Masochist empfindet Lust und Befriedigung durch Schmerz.
Sadismus: Ein Sadist empfindet Lust und Befriedigung durch Zufügen von Schmerz.
Sadomasochismus (SM) ist das zusammenziehen beider Begriffe.
BDSM: Abkürzung für drei Bereiche "Bondage und Disziplin", sowie "Dominanz und Submission" und "Sadismus und Masochismus",
und beschreibt das Spiel zwischen Dominanz und Unterwerfung.